Chronik des Hauses Dammrick

Chronik des Hauses Dammrick

Verfasst von Hallrich von Wiesenheim
im Jahre des Lichts 298

etwa -650 : Die Dammlande leiden unter immer wiederkehrenden Hochwassern, die die Dämme nicht mehr zu halten vermochten. Gidias von Rent berichtet, das die gesamte Region verwüstet wurde. Der antike Historiker Miron schildert das den Hochwassern Seuchen und Rote Ruhr folgten, welche durch schlechte Wasser hervorgerufen wurde.

-649: Der Stammesfürst Berl der Kühne beschließt sein Volk, welche sich Dammänner nennen, in den Süden zu führen um ein neues Siedlungsland zu erstreiten. Miron nennt die Zahl der Dammänner mit fünfhundert.
In der Ersten Schlacht beim Grauen Wald gelingt den Dammännern ein Sieg gegen die Forstonen, welche weiter gen Süden zurückgedrängt werden.
Das Schlachtfeld ist heute noch auffindbar, da es sich um einen kleinen Waldabschnitt etwa 15 Meilen östlich des Barter Moores handelt, den Roten Wald, indem die Bäume ganzjährig rostbraune Blätter tragen und die Gemeinen behaupten das die Toten wandeln würden.

-634: Berl der Kühne stirbt und hinterlässt Land und Titel seinen beiden Söhnen Berl dem Kleinen und Bart dem Starken. Wie es bei den Dammännern Brauch war teilte sich mit den zwei Erben auch der Titel und das Land. Berl der Kleine herrschte fortan über den nördlichen Teil des Herzogtums und Bart der Starke über den südlichen. Noch in unseren Tagen leitet das Geschlecht der Berlinger seine Abstammung und somit auch ihren Machtanspruch von Berl dem Kleinen ab.

-629: Berl der Kleine und Bart der Starke streiten eine Schlacht um den Besitz des Grauen Walds, die Zweite Schlacht beim Grauen Wald, welche Bart gewinnen kann. Sie findet am Barter Moor statt, welches seit dem gemeinhin auch “Berls Torheit” genannt wird. Bei dieser Schlacht tut sich der Krieger Hank Rigg besonders hervor. Rigg soll dem Höllenhund den Berl der Kleine in die Schlacht führte getötet haben. Der Historiker Miron beschreibt sie als sechs Fuß großes Ungeheuer mit Fängen so groß wie Dolche und feuerroten Augen. Gidas von Rent – von dem man weiß, das er sich mit Tierkunde beschäftigt hatte – beschreibt den Höllenhund als einen besonders großen Sallischen Wolfshund und es ist anzunehmen, dass Gidas recht hat.
Hank Rigg wird zur Belohnung für seine Treue und seine Taten in den Ritterstand erhoben und darf von nun an den Namen Hank Dammrigg tragen.
- Hier fehlen jegliche Aufzeichnungen bei den antiken Chronisten -


-302: In der Urkunde von Rimbold findet sich nach über 300 Jahren die erste Erwähnung des Geschlechts Dammrick, bei dem es sich um das zuvor anders benannte Geschlecht handelt.
In der Urkunde überträgt Rimbold Berlinger dem Geschlecht Dammrick die Dammburg als Stammsitz etwa dreißig Meilen nord-westlich des Grauen Walds.

-231: Fyrwer Dammrick zerschlägt die Räuberbande im Grauen Wald.

-189: Fyrman Dammrick heiratet Falla Schonbrook und bindet das Haus Schonbrook so stärker an sich.
Der Chronist Kastian schreibt, dass die Schonbrooks, deren Ländereien im Nord- Osten an die der Dammricks grenzen, sich in den zuvor vergangenen Jahren von einem kleinen Geschlecht, welchem der Schutz des Flusses aufgetragen wurde, nun zu einem der starken Häuser entwickelt hat. Nicht zuletzt weil sie Kontrolle über den Flusshandel hatten.

-126: Herzog Grimhart Berlinger sammelt seine Bannermänner zum Krieg gegen Herzog Lehnhelm von Tausern um das Silbergebirge unter seine Kontrolle zu bringen. Sellman Dammrick stirbt im Feld und hinterlässt die Dammburg Sellwig Dammrick.

-99: Fyrmann Rathfelth heiratet Isolda Dammrick.
Kastian erkennt in dieser Hochzeit eine Liebeshochzeit, weil die Mitgift und die Bedingungen der Ehe sehr moderat verhandelt wurden.

-75: Izbert Dammrick verliert den Grauen Wald nach einem Angriff durch Dagfried Leffhort.

-55: Helmwart Dammrick gelingt es nach langjährigen Scharmützeln den Grauen Wald zurück zu erobern.

0: Gyldrian Dammrick leistet dem Lichtglauben den Treueid und bricht damit mit der Generationen alten Treue zum Haus Berlinger.

1: Zum Dank für seine Treue wird Gyldrian Dammrick zum Hüter des Grauen Waldes ernannt. Bei der Siegesfeier wird auch Hartmann Worter durch den Lichtglauben in den Ritterstand erhoben um seine Leistungen im Kampf gegen den Alten Adel zu ehren. 22: Gyldrian Dammrick stirbt und hinterlässt Rimwart Dammrick große Ländereien und ein den größten Einfluss den das Haus Dammrick je in der Reichspolitik hatte. Rimwart baut die Grenzfestung Waldstein, Heimwacht und Eichtor, welche heute eine Ruine ist, als Bastion zur Verteidigung des Grauen Waldes.

46: Rimwart stirbt im hohem Alter von einundachtzig Jahren. Fyrian Dammrick tritt das Erbe seines Vaters an und siedelt die Ritterhäuser Fahrtling und Ehrau vom Nordosten der Neudammlande in den Süden um den Grauen Wald besser verteidigen zu können.

57: Fyrian Dammricks Sohn Gallhart stirbt beim tjosten gegen Raimund Willtinger. Die Dokumente aus der Zeit sind vage, doch deutet der Chronist Willar an, dass die stumpfe Lanze Raimunds doch eine verborgene Spitze hatte.

64: Lennart Dammrick, der Zweitgeborene Fyrians, tritt das Erbe seines verstorbenen Vaters an. Dieser Umstand ist deshalb interessant, weil Lennart bis zum Tod Gallharts noch der rechtlose Bastard Fyrians mit einer Schankmaid war, dann jedoch auf Bitte seines Vaters vom Lichtglauben zu einem legitimen Erbe erklärt wurde.

69: Auch wenn das Volk von den Bastard-Jahren spricht erlebt das Haus Dammrick, und so auch ihre Provinz eine zweite Blüte unter Lennart. Es gelingt ihm alte Fehden ruhen zu lassen und die Finanzen so zu kontrollieren, dass er die Steuern auf ein Minimum herab setzten kann.

73: Lennart Dammrick stirbt im Schlaf. Die Chronik Dammrick gibt an, dass der Heiler Tod durch Ersticken für wahrscheinlicher erachtet. Martwart tritt das Erbe seines Vaters an.

211: Fyrman Dammrick der Zweite verliert große Teile im Westen an das Geschlecht der Willtinger.
Der Historiker Helmhart von Fatbrüg erklärt, dass Fyrmann ein schwacher Fürst war, der nur wenig Verständnis von Kriegsführung hatte und zudem nicht bereit war eine diplomatische Lösung anzustreben. Er wird als zu selbstbewusst beschrieben.

252: Gallhart Schonbrook erkennt in Helmwart dem Dritten einen schwachen Fürsten ohne nennenswertes Heer und raubt große Teile des verbleibenden Landes. Auch gelingt es Gallhart Schonbrook sein Geschlecht zum Bedeutendsten in den Neudammlanden zu machen.
Helmwart verliert somit auch den Stammsitz, die Dammburg (welches nun Haus Samholt gehört), und muss in die Grenzfestung Waldstein fliehen. Nun herrscht Haus Dammrick nur noch über das Dorf Lauer sowie über die Reste des einstmals großen Grauen Waldes.

Chronik des Hauses Dammrick

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